Forschungsgruppe Unternehmensmodellierung Universität Koblenz-Landau

Einführung in die UML

Die UML (Unified Modeling Language) ist eine grafische Modellierungssprache zur Visualisierung, Spezifizierung, Konstruktion und Dokumentation von Softwaresystemen. Hervorgegangen ist sie zunächst aus den Bemühungen von Grady Booch und James Rumbaugh, ihre beiden objektorientierten Modellierungsmethoden im Rahmen ihres Wirkens bei Rational Software zu einer Methode zusammenzufassen. Eine Dokumentation dieser neuen Methode wurde erstmalig 1995 unter dem Namen Unified Method Version 0.8 veröffentlicht. Im gleichen Jahr stieß Ivar Jacobsen, der mit OOSE eine weitere objektorientierte Methode publizierte, im Zuge des Aufkaufs der Firma Objectory durch Rational zu deren Team und integrierte sich in die Vereinheitlichungsbemühungen. Zu diesem Zeitpunkt änderte sich der Fokus der Arbeit dahingehend, daß die Schaffung einer standardisierten Modellierungssprache in den Vordergrund gestellt und auf die Entwicklung eines Prozesses vorerst verzichtet wurde.

1997 wurde die daraus resultierende UML in der Version 1.0 als einer von 6 verschiedenen Standardisierungsvorschlägen bei der OMG (Object Management Group) eingereicht. Weitere Unternehmen beteiligten sich daraufhin an der Weiterentwicklung der UML zur Version 1.1, die um Konzepte der konkurrierenden Vorschläge erweitert und schließlich von der OMG als Standard anerkannt wurde. Zum Zeitpunkt dieser Arbeit liegt die UML in der Version 1.4 vor und bildet in dieser Fassung die Grundlage der Ausführungen.

Die Ziele, die bei der Entwicklung der UML verfolgt wurden, gliedern sich wie folgt:

  • Schaffung einer leicht verständlichen und ausdrucksstarken grafischen Modellierungssprache
  • Bereitstellung von Erweiterungsmechanismen für das Kernkonzept
  • Möglichkeit der Spezifizierung unabhängig von Programmiersprachen und Prozessen
  • Aufbau auf einer formalen Basis
  • Erzeugung eines Innovationsschubs im Markt für objektorientierte Entwicklungswerkzeuge
  • Unterstützung von Entwicklungskonzepten wie Komponenten, Kollaborationen, Frameworks und Entwurfsmustern
  • Integration bewährter Konzepte

Durch die Verfolgung dieser Ziele im Entwicklungsprozeß der Sprache sollte gewährleistet werden, daß die Verwendungsanforderungen, wie sie oben aufgezählt werden, mit der UML realisiert werden können.


Die CD wird in der Verkaufsversion eine kompakte Einführung in die Diagrammarten der UML enthalten, so daß auf diese bei der Betrachtung der einzelnen Tooltests referenzartig zurückgegriffen werden kann.

 





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Letztes Update der Seite: 01.02.2005